Ernst May und das Neue Frankfurt

Ernst May (* 27. Juli 1886 in Frankfurt am Main; † 11. September 1970 in Hamburg) war ein bekannter deutscher Architekt und Stadtplaner. Zwischen 1925 und 1930 war er als Siedlungsdezernent der Stadt Frankfurt verantwortlich für die Schaffung wegweisender Siedlungen mit erschwinglichem Wohnraum.


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  Die Römerstadt. Das Neue Frankfurt im Portrait der Fotografin Rahel Welsen
 

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  Ernst May heute. Sehen Sie weitere Bildergalerien der Siedlungen von Ernst May:
 
Bornheimer Hang, Wittelsbacher Allee und Seitenstraßen
 
Siedlung Höhenblick am Ginnheimer Hang
 
Siedlung Bruchfeldstraße (Zick-Zack-Hausen) und benachbarte Bebauung
 
Siedlung Westhausen in Praunheim
 
Siedlung Praunheim, Ludwig-Landmann-Straße und westliche Seitenstraßen
 
ernst-may-haus, Römerstadt und Niddatal
 
Neues Bauen in Frankfurt von Ernst Mays Zeitgenossen am Beispiel Hellerhof-Siedlung von Mart Stam
 

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  Exklusive Bilder aus dem Film über das Wohnhaus von Ernst May in Ginnheim
 

 
Biografie

Besuch der Klingerschule in Frankfurt am Main

    März 1907
  • Abitur im Internat in Kassel
    April - September 1907
  • Studienaufenthalt in England, University College London
    Oktober 1907 - September 1908
  • Militärdienst in Darmstadt, gleichzeitig als Student an der Technischen Hochschule Darmstadt eingeschrieben
  • Bekanntschaft mit Jugendstilkünstlern auf der Mathildenhöhe in Darmstadt
    Oktober 1908 - Februar 1913
  • Architekturstudium an der Technischen Hochschule München, Lehrer: Friederich von Thiersch, Theodor Fischer, Hans Eduard von Berlepsch-Valendas
    Sommer 1910 - Anfang 1911
  • Praktikum bei Sir Raymond Unwin, Architekt und Stadtplaner in London
    1913
  • Zu Ostern Studienreise nach Italien
  • Mitarbeit im Architekturbüro von Otto March in Berlin
  • Ende des Jahres Gründung des Architekturbüros Musch und May in Frankfurt am Main
    21. April 1914 - 27. September 1918
  • Ehe mit Helma Bodewig
ab August 1914

Kriegsdienst in Nordfrankreich und an der Ostfront

ab Frühjahr 1916

Entwurf und Anlage von Soldatenfriedhöfen in Rumänien

    1918
  • Im Februar Ernennung zum Leutnant und Inspekteur der Kriegerfriedhöfe im besetzten Nordfrankreich, Künstlerischer Beirat der 18. Armee
  • Im Dezember Lazarettaufenthalt in Stammheim und Rückkehr nach Frankfurt am Main
ab 1919

Technischer Leiter der Schlesischen Landgesellschaft in Breslau

    1920-1925
  • Herausgabe der Zeitschrift "Schlesisches Heim"
    3. Juli 1919
  • Heirat mit Ilse May, geb. Hartmann aus Berlin in Breslau, Kinder dieser Ehe: Klaus (*1920) und Thomas (*1923)
ab 1921

Technischer Direktor der gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft "Schlesisches Heim" in Breslau

    1923
  • Besuch der ersten Bauhaus-Ausstellung in Weimar
    1924
  • Reise nach Amsterdam1925
  • Mitglied des Deutschen Werkbundes
    8. April bis 1. Juni
  • Schiffsreise nach Amerika und Kanada mit einer internationalen Delegation von Stadtplanern
  • Teilnahme an der International Conference of City Planning in New York
  • Begegnung mit Frank Lloyd Wright und Lewis Mumford
    1925 - Oktober 1930
  • Stadtrat für das gesamte Bauwesen in Frankfurt am Main
ab 1926

Herausgabe der Zeitschrift "Das Neue Frankfurt", Mitgliedschaft in der Architekturvereinigung "Der Ring"

    1927
  • Teilnahme an der Werkbundausstellung "Die Wohnung" in Stuttgart-Weißenhof mit der Demonstrations-Baustelle im Plattenbau
    1928
  • Gründungsmitglied des 1. CIAM Kongresses (Congrès internationaux de l’architecture moderne) in La Sarraz
    1929
  • Gastgeber des 2. CIAM Kongresses in Frankfurt am Main
    Oktober 1930 - Dezember 1933
  • Städtebauliche Tätigkeit in der UdSSR
    20. Februar 1934
  • Ankunft in Tanganjika
    Februar 1934 - April 1938
  • Farmer am Mount Meru bei Arusha, Tanganjika
Januar 1936

Erster Planungsauftrag in Ostafrika: Haus Murray in Usa River, Tanganjika

Mai 1937

Beginn der Partnerschaft Jackson and May, Nairobi, Kenia

April - August 1938

Bau des eigenen Wohnhauses Karen bei Nairobi, Kenia

April 1940 - Oktober 1942

Internierung in Kenia und Südafrika

Ende 1942
  • Anstellung beim Bauunternehmen G. Blowers, Nairobi
  • Versuche mit Lehmbautechniken und Betonfertigteilhäusern
Sommer 1950

Besuch und Vortragstätigkeit in Deutschland, Kurzaufenthalt in London

    1951
  • 21. April: Verleihung der Ehrendoktorwürde Dr. Ing. der Technischen Hochschule Hannover
  • Ende des Jahres Gründung von Dr. E. May & Partners
    1953
  • Verhandlungen mit der Geschäftsführung der "Neuen Heimat", Hamburg, im Sommer - Herbst
  • 17. Dezember: Abfahrt von Mombasa
  • Ankunft in Hamburg am 1. Januar 1954
Januar 1954 - 56

Leiter der Planungsabteilung der "Neuen Heimat", Hamburg, Herausgabe der Zeitschrift "Neue Heimat"

Februar 1954

Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes

August 1956

Teilnahme am CIAM Kongress in Dubrovnik

ab 1957

Freischaffender Architekt und Städtebauer in Hamburg, zeitweise Partnerschaft mit Dipl.-Ing. Jürgen Baumbach

    1957
  • Verleihung der Ehrendoktorwürde Dr. phil. der Universität Freiburg im Breisgau sowie der Ehrenprofessur der Technischen Hochschule Darmstadt
    30. Mai - 9. Juni 1958
  • Studienreise nach Skandinavien
    1958 - 1960
  • Planungsbeauftragter der Stadt Mainz
    1958 - 1961
  • Präsident des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumplanung
    1959
  • Studienreise nach Russland und Polen
    Frühjahr 1960
  • Reise nach Amerika
    1961
  • 1. Januar: Ernennung zum Planungsbeauftragten der Stadt
  • 4. November: Verleihung des Fritz-Schumacher-Preises in Hamburg
    1966
  • Ehrenplakette der Städte Wiesbaden und Frankfurt am Main
Juni 1968

Letzte Reise nach Afrika

11. September 1970

Verstorben in Hamburg im Alter von 84 Jahren


Die hier widergegebenen biografischen Informationen stammen aus "Ernst May. Architekt und Stadtplaner in Afrika 1934 - 1953" von Dr. Eckhard Herrel; Schriftenreihe zur Plan- und Modellsammlung des Deutschen Architektur-Museums in Frankfurt am Main Bd. 5, Katalogbuch anlässlich der Ausstellung "Ernst May. Architekt und Stadtplaner in Afrika 1934 - 1953" vom 9. März bis 8. Mai 2001 im Deutschen Architektur-Museum Frankfurt am Main, Tübingen/Berlin 2001
 
Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Architektur-Museums Frankfurt am Main.
 
© 2005 für alle Farbabbildungen: Rahel Welsen und ernst-may-gesellschaft e.v. Frankfurt am Main
 
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Interessante Downloads:

Vortrag von Wolfgang Pehnt
Der Neue Mensch und der Alte Adam
[PDF]
Begrüßungsrede zur Eröffnung des ernst-may-hauses von Dr. Eckhard Herrel, 27.7.2010 [PDF]
Begrüßung zur Weinstockpflanzung von Dr. Eckhard Herrel am 24.04.2010 [PDF]
Denkmalpflege & Kulturgeschichte, 4-2010, Ein Musterhaus des Neuen Frankfurt, Eckhard Herrel [PDF]
Pressespiegel [PDF]
Satzung der ernst-may-gesellschaft e.v. [PDF]
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ernst-may-gesellschaft e.v.
ernst-may-haus
Im Burgfeld 136
D - 60439 Frankfurt am Main

Besichtigung:
Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 16 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr

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